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Moderne, Gemälde 19. Jahrhundert, Russische Kunst

647 EUGÈNE-ERNEST

647 EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER, 1818 1887 LA POSTE ENFANTINE Öl auf Holz. 20 x 25 cm. Links unten signiert und datiert „Ernest Hillemacher 1859“. In einem sommerlich beleuchteten Landschaftsgarten lässt Hillemacher eine Familie mit vier Kindern diagonal in den rechten Bildvordergrund spazieren oder vielmehr tänzeln. Die kindliche Bewegtheit, welche mit der des Hundes vorn rechts korrespondiert, verleiht dem Gemälde eine bezaubernde Dynamik, welche noch durch die Lichtregie betont wird. Während die Eltern – die Mutter ist schon aufgrund des zu schiebenden Kinderwagens in ihrer Bewegung eingeschränkt – durch den sie hinterfangenden Baum verschattet werden, sind die Kinder in ihrer hellen Kleidung vom Sonnenlicht erhellt. Das Gemälde ist wieder ein gutes Beispiel für Hillemachers Kunst, in der er die franzö sische Genremalerei auf eine neue Ebene hob. Sehr häufig stellte Hillemacher im Salon de Paris aus und wurde dreimal mit der Medaille erster Klasse belohnt; 1869 wurde er gar zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. (†) Provenienz: J. S. Earle & Son, Philadelphia. Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri. Anmerkung: Nach dem hier angebotenen Gemälde existiert eine Lithographie von Claude Thielley (1811-1891). Solche Vervielfältigungen seiner Werke trugen zu seiner Popularität bei. Literatur: C. de Mourgues, Explication des ouvrages de peinture, sculpture, gravure et lithographie des architecture des artistes vivant exposés au Palais des Champs-Élysée, le 1er mai 1861, Paris 1861. Ausstellung: Das hier angebotene Gemälde war im Salon de 1861 mit dem Titel „La poste enfantine“ ausgestellt. (1241743) (13) 646 JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN, 171 189 Der Künstler war ab 1765 zunächst Schüler seines Onkels Johann Heinrich Tischbein d.Ä. (1722-1789) in Kassel, danach bei seinem Onkel Jakob Tischbein (1725-1791) in Hamburg. Ab 1777 arbeitete er an dem Berliner Hof erfolgreich als Portraitmaler. Bei seinem zweiten Italienaufenthalt, der bis 1799 dauerte, freundete er sich 1786 mit dem inkognito reisenden Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an, mit dem er 1778 nach Neapel reiste. 1786 entstand auch das berühmte Gemälde Tischbeins, das Goethe als Reisenden in der römischen Campagna zeigt. PORTRAIT DER GRÄFIN S. Pastell. 31 x 26 cm. Verso Sammlungsetikett „87 J.H.W.Tischbein 1751-28 Portrait der Gräfin S.“ Hinter Glas in vergoldetem Prunkrahmen. Brustbildnis einer jungen Frau vor grauem Hintergrund in blauem Kleid, das um die Hüfte mit einem goldenen Gürtel versehen ist. Um den Hals hat sie ein weißes durchsichtiges Tuch, das im Brustbereich geknotet ist. Sie hat dunkelblonde lockige Haare, in denen ein langer weißer Schleier steckt. Die Wangen, Nase und Augen ihres zarten Gesichts sind leicht gerötet, dazu ein schmaler roter Mund und mit ihren blauen leuchtenden Augen schaut sie aufmerksam aus dem Bild heraus. Qualitätvolle, die Dargestellte charakterisierende Malerei, in der typischen Manier des bekannten Künstlers. (1241483) (18) € 4.000 - € 6.000 INFO | BIETEN EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER, 1818 1887 LA POSTE ENFANTINE Oil on panel. 20 x 25 cm. Signed and dated “Ernest Hillemacher 1859” lower left. The painting is an excellent example of Hillemacher’s art, which elevated French genre painting to new heights. He frequently exhibited his work at the Salon de Paris and was awarded a first class medal on three occasions. In 1869 he was made a Knight of the Legion of Honour. (†) Provenance: J. S. Earle & Son, Philadelphia. Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri. Notes: A lithograph was created by Claude Thielley (1811- 1891) after the model of the painting on offer for sale here. Such reproductions greatly contributed to the artist’s popularity. Literature: C. de Mourgues, Explication des ouvrages de peinture, sculpture, gravure, lithographie et architecture des artistes vivant exposés au Palais des Champs- Élysée, 1 May 1861, Paris 1861. 98 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images. Exhibitions: The painting on offer for sale here was exhibited at the Salon of 1861 titled “La poste enfantine”. € 40.000 - € 60.000 INFO | BIETEN

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