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Gemälde Alte Meister

1018 Girolamo Marchesi

1018 Girolamo Marchesi da Cotignola, 1480/81 Cotignola – 1549/50 Rom Als junger Mann arbeitete Marchesi in Bologna in der Werkstatt des Francesco Francia (1450 – 1515). In Rom geriet er in Kontakt mit Raffael (1483 – 1520). In Neapel fand er in dem reichen Kaufmann Tommaso Campi einen ihn unterstützenden Mäzenaten. HEILIGER AMBROSIUS VON MAILAND Öl auf Pappelholz. Parkettiert. 111 x 50 cm. Auf dem Buch über der Hand „Hier.us de / Cotignola“. Ungerahmt. Beigegeben Expertisen von: Prof. Giuseppe Maria Pilo, Venedig, 4. April 2003. Jacques Methey, Paris, 12. Juli 1973. Beide sind von der Autorschaft des genannten Künstlers überzeugt; die Gutachten liegen uns in Kopie vor. (1150605) (13) Die rückwärtig in jüngerer Zeit parkettierten Holztafeln im Hochformat, den seit 1295 mit dem Ehrentitel des Kirchenvaters versehenen Bischofs (339 Trier – 397 Mailand) wiedergebend. Tafel oben mit Bogensegment abgeschlossen. Hintergrund mit goldbesticktem Ehren tuch und darüberliegendem blauem Himmel. Davor der sitzende Bischof, dessen Heiligsprechung bereits durch den hinter der Mitra liegenden Nimbus vorweggenommen ist. Zwar fehlen bestimmte Attribute wie der Bienenkorb, Knochen und Schreibfeder, doch ist der Heilige durch seine Attribute Buch und Geissel bestimmbar. Desweiteren war Ambrosius nicht nur Patron Mailands sondern auch Bolognas, wo Marchesi wirkte. Ähnliche Bischofsdarstellungen sind auch von Baldassare Carrari (um 1460 – um 1520) und Francesco (um 1470 – 1532) und Bernardino Zaganelli (1460/70 – 1510/12) bekannt. Während bei ersterem das Tafelbild Carraris über dem Altar der Kirche Sant Apollinare in Ravenna in Bezug auf Haltung und Gesichtszüge als Vergleich gelten kann, lassen sich die Bischofsdarstellung von den Brüdern Zaganelli bezüglich der Gewanddarstellung vergleichen. Rest. Girolamo Marchesi da Cotignola, 1480/81 Cotignola – 1549/50 Rome SAINT AMBROSE OF MILAN Oil on poplar panel. Parquetted. 111 x 50 cm. Signed on the book above the hand: ”Hier.us de / Cotignola”. Unframed. Accompanied by expert’s reports: Professor Giuseppe Maria Pilo, Venice, 4 April 2003. Jacques Methey, Paris, 12 July 1973. Both are convinced that the painting was created by Marchesi; copies of both experts’ reports are enclosed. The panel painting in vertical format has more recently been parquetted and depicts Ambrose, the Bishop of Milan (Trier 339 – 397 Milan), who was given the honorary title Church Father in 1295. Similar depictions of bishops are also known by Baldassare Carrari (ca. 1460 – ca. 1520) and the Zaganelli brothers (1470 – 1532 and 1460/70 – 1510/12). While the postures and facial features in the painting on offer for sale here are reminiscent of a panel painting by Carrari over the altar of the Basilica of Sant’ Apollinare in Ravenna, a bishop’s depiction by Francesco and Bernardino Zaganelli is similar with regards to how the clothing is painted. Restored. € 15.000 - € 18.000 Sistrix INFO | BIETEN tions.com 36 For around 6,000 additional detailed images: www.hampel-auctions.com

1019 Bonaventura Berlinghieri, 1210 Lucca – 1287 ebenda, zug. DER HEILIGE FRANZISKUS Öl, Tempera und Goldgrund auf Leinwand. 140,5 x 74 cm. Ungerahmt. Beigegeben eine Expertise von Prof. Giuseppe Maria Pilo. Großformatige Darstellung des Heiligen vor Goldgrund, auf schwarzer Bodenebene stehend. Er trägt ein Ordenskleid mit gegürtetem Strick, dunkel gehalten, worauf sich die Hände, und das im Arm gehaltene Buch, bewusst abheben. Das Gesicht markant gezeichnet durch schattengebende Stirnfalten und Brauenbögen. Nase und Kinn beleuchtet, so hebt sich das Gesicht in gleicher Weise von der dunklen Kapuze ab. Der Blick ist streng auf den Betrachter gerichtet, der Gesichtsausdruck zeigt ernste Würde. Die rechte Hand erhoben, zeigt in der Innenfläche das Wundmal Christi, die linke Hand ebenfalls mit Wundmal auf dem Handrücken, aufgrund der Legende, wonach Franziskus in einer Vision die Wundmale Christi empfangen hat. Das Haupt umzogen von zarten dunklen Linien eines auf dem Goldgrund sich abhebenden Nimbus. Am unteren Bildrand sind die nackten Füße mit den Zehen in ähnlich gedämpfter dunkler Farbigkeit wiedergegeben, wie das Inkarnat insgesamt. Der Maler war Sohn des Berlinghiero Berlinghieri (1175 – 1235), der ihn auch ausgebildet hatte. Das einzige gesicherte Werk seiner Hand, geschaffen gegen 1235, schuf er für die Kirche San Francesco in Pescia, und es zeigt ebenfalls die Gestalt des Heiligen Franziskus. Der Stil des Malers, wie schon der seines Vaters, steht der byzantinischen Malerei nahe, dennoch wurde die nachfolgende Generation, besonders der florentiner Maler, von den Berlinghieris beeinflusst. In den lucceser Dokumenten wird der Maler in den Jahren 1228, 1244, 1250, 1266 und 1274 erwähnt. Neben den wenigen für ihn gesicherten Werken sucht die Forschung bis heute einige weitere Gemälde dem Maler zuzuweisen. So liegt dem vorliegenden Bild eine Expertise von Prof. Giuseppe Maria Pilo vor, mit Zuweisung an den Maler mit diversen Bildvergleichen. Laut Gutachten und Vorbesitzermitteilung wurde das Gemälde restauriertechnisch von der ehemaligen Holz platte als Farbträger auf Leinwand übertragen. (1170405) (11) Bonaventura Berlinghieri, 1210 Lucca – 1287 ibid., attributed SAINT FRANCIS Oil, tempera and gold ground on canvas. 140.5 x 74 cm. Unframed. An expert‘s report by Professor Giuseppe Maria Pilo for the painting on offer for sale in this lot is available attributing the painting to Berlinghieri with various image comparisons. According to the report and the tradition of the previous owners, the painting was restored and removed from panel, its original image carrier to canvas. € 30.000 - € 40.000 INFO | BIETEN Sistrix All texts can be translated into your own language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 37

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