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Gemälde Alte Meister, Teil 2

954 Niederländischer

954 Niederländischer Meister des 17./ 18. Jahrhunderts BILDNIS EINER ELEGANTEN DAME, WOHL DER RACHEL RUYSCH Öl auf Leinwand. 81 x 62 cm. Dreiviertelbildnis der Dargestellten in einem eleganten rosafarbenen Kleid mit feiner Spitze verziertem, weitem Dekolleté, über der schmalen Taille mit silberner, nach unten mittig über das Kleid verlaufender Spitze sowie mit weiten Ärmeln, die ebenfalls am Ende spitzenverziert sind. Sie steht in freier Natur und hat den Kopf leicht nach links gewendet; mit ihrem weichen Gesicht mit leicht geröteten Wangen und mit ihren dunklen Augen blickt sie den Betrachter des Bildes direkt an. Ihren rechten Unterarm hat sie leicht vor ihrer Taille erhoben und in der Hand hält sie ein feines, silbrig glänzendes, langes Seidentuch fest, das ihren Kopf bedeckt und bis zu ihrem linken Arm hinunter geht. Feine Malerei in differenzierten Farbtönen. (1182302) (18) € 8.000 - € 12.000 Sistrix INFO | BIETEN 955 Flämischer Meister des 18. Jahrhunderts DIE PERLENKETTE Öl auf Leinwand. Doubliert. 66,5 x 77 cm. In vergoldetem Prunkrahmen. Im Mittelpunkt eines Interieurs das Halbbildnis einer jungen schönen Frau in wertvoller Tracht mit weitem, weiß staffiertem Dekolletée und einem blauen Überkleid mit engem Mieder und Goldknöpfen. Sie hat dunkelblondes feines Haar und einen Zopfkranz mit blauem Band. Mit ihrem feinen weichen Gesicht und den braunen Rehaugen, dem zarten Mund und leicht geröteten Wangen schaut sie direkt aus dem Bild hinaus um dem Betrachter ihre wertvolle Perlenkette zu präsentieren, die sie um den Hals hängen hat. Dazu hält sie ihren weißen, fast durchsichtigen Schulterüberwurf mit ihren zarten langen Fingern grazil zur Seite, um so den Blick auf die Kette zu geben. Neben ihr eine ältere Magd mit ergrautem Haar und weißer Kopfbedeckung, die einen hohen quadratischen Spiegel in ihrer linken Hand hält und die Schönheit darauf hinweist, sich doch in dem Spiegel zu betrachten. Auf der rechten Bildseite ragt eine, mit rotem Tuch bedeckte, Tischkante ins Bild, auf der eine wertvolle Deckeldose aus Fayence steht. Auf der linken Seite ein steinerner Sockel mit dem Relief eines Putto und einer Heiligen, darauf ein gelbes Buch liegend, das die Beschriftung „"Omnia Vanitas“ trägt, was so viel heißt wie „Alles ist nur Schein“" und auf die Vergänglichkeit anspielt. Auf dem Buch wiederum steht eine ovale Vase in der sich mehrfach Fensterglanzlichter wiederspiegeln. Somit enthält dieses Bild auch eine tiefere Vanitas- oder Vergänglichkeitsbedeutung. (11915017) (18) € 4.000 - € 6.000 Sistrix INFO | BIETEN tions.com 114 For around 6,500 additional detailed images: www.hampel-auctions.com

956 Jacopo Vignali, 1592 Prato Vecchio-Arezzo – 1664 Florenz, zug. PORTRAIT DES ULIVIERI DI SIMONE GUADAGNI Öl auf Leinwand. Doubliert. 130 x 103 cm. In gefasstem bewegten Rahmen mit Namensnennung in Kartusche. Das Portrait des Ulivieri di Simone Guadogni (Lyon 7. April 1452–11. Oktober 1541) vor blauem Himmel und zur rechten Seite gerafften Repoussoir Vorhang in herrschaftlicher Robe. Zwar wurde Ulivieri in Frankreich geboren, doch brachte ihn sein Vater bereits im Kindesalter nach Florenz. Nach der Ausweisung der Medici aus Florenz 1494 konnte er sich politisch engagieren, da die Dekrete von 1434 annuliert wurden, wegen denen sein Vater (Simone) Florenz hatte verlassen müssen. 1499 wurde Ulivieri Prior, 1505 wurde er Generalkommissar von Valdarno und erlangte große Authorität bei den gegen Pisa kämpfenden florentiner Truppen. 1512 kamen die Medici zurück nach Florenz und Ulivieri wurde von allen politischen Ämtern enthoben, bis die Medici ein zweites Mal, nämlich 1527, vertrieben wurden. 1528 wurde er wieder Prior. Im selben Jahr wurde er für sechs Monate in das Komitee für Frieden und Freiheit gewählt. Zwar konnte er wegen seines hohen Alters nicht aktiv gegen Karl V kämpfen, doch wurde er von Michelangelo Buanarroti gelobt, er sei unter den besten Bürgern seiner Zeit gewesen, die Freiheit als Gut als solches liebend, nicht für den Profit, welchen er daraus erlangen kann. Bei der Rückkehr der Medici wurde ihm sogar ein öffentliches Amt angeboten, welches er jedoch, vermutlich aufgrund seines Alters, ausschlug. Rest. Provenienz: Auktion, Christie’s, 30. 09. 2014, Lot 218. (1191492) (13) Jacopo Vignali, 1592 Prato Vecchio-Arezzo – 1664 Florence, attributed PORTRAIT OF ULIVIERI DI SIMONE GUADAGNI Oil on canvas. Relined. 130 x 103 cm. € 18.000 - € 25.000 Sistrix INFO | BIETEN All texts can be translated into your own language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 115

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