Aufrufe
vor 9 Monaten

Eine Privatsammlung Kunstwerke aus Elfenbein

965

965 Elfenbein-Deckelhumpen Höhe: 42 cm. Breite: max. 26 cm. Die zylindrische Wandung optisch nach oben sich weitend, unten an der Reliefbasis jedoch wieder breiter wer - dend. Die Wandung umlaufend im Hoch - relief beschnitzt. Separat geschnitzter, kräftiger Fußring, der entsprechend dem Deckelrand mit im Hochrelief geschnitz - ten Fruchtgebinden und dazwischen stehenden Schleifen dekoriert ist. Deckel mittig dreifach leicht hochge wölbt, die Stufen mit Akanthusblatt- und umwun - denem Lorbeerkranz beschnitzt, darüber rundgesockeltes Figürchen einer kindlich wiedergegebenen Jagdgöttin Diana mit geschultertem Köcher, hochgenom - menem rechtem Arm und fein ge - schnitztem Diadem im Haar. Der linke Fuß auf einen Rasensockel erhöht aufgestellt zwischen zwei Baumstümpfen (Bogen und Pfeil in der Hand fehlen). Mehrfigürliche Szenerie der Wandung bezieht sich thematisch auf die Dianafigur des Deckels: von links nach rechts ziehende Gruppe der Jagdgöttin Diana mit ihrem weiblichen Gefolge von Jagd - hunden und einer Jägerin mit geschulte - rtem erlegtem Hasen. Die Göttin selbst mit Lanze und kurzem Peplos bekleidet, hält mehrere gefangene Tauben in einem Beutel, die zu einem Opfergang gebracht werden. Der rechte Teil der Szenerie zeigt Pan, der bärtige Kopf gehörnt, die Füße mit Bockshufen, der nackte Körper mit einem Fellmantel umgeben, in den Händen hält er ein großes Fruchtgebinde. Er steht in Begleitung von Putten sowie einer weiteren Pansfigur, die auf dem Kopf einen Fruchtkorb trägt. Weiter rechts ein Schäferpaar und eine Mänade. Der Schäfer mit breitrandigem Hut und einer Dudelsackflöte. Über den Griff hinweg hat der Schnitzer in geschickter Weise einen Jagdhund gestellt, der zum Gefolge der Diana zählt. Die Relief - schnitzerei aus dem Flachrelief in Hoch - relief übergehend, durchsetzt von Bäumen, Pflanzen und einigen land - schaftlichen sowie architektonischen Details im Hintergrund. Der kräftige Henkel nimmt das Motiv der vollplastisch geschnitzten Fruchgebinde auf. Im Zentrum ein ziegengehörnter Männer - kopf, der einen Blattzweig zwischen den Zähnen hält. Die Daumenrast in Form eines kurzen, kräftigen Füllhorns, entsprechend wieder mit geschnitzten Früchten. Schöne Alterspatina. Die Stilistik weist zahlreiche Elemente des 17. wie auch des 18. Jahrhunderts auf. Da bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert Renaissance-Deckelhumpen wieder großes Interesse fanden, darf sowohl aus stilistischen wie Alterseinschätzungs - gründen dieser Deckelhumpen ins ausgehende 18./ beginnende 19. Jahr - hundert datiert werden. Der Stil weist auf einen nicht näher eruierten italieni - schen Künstler hin. (8018642) € 60.000 - € 80.000

HAMPEL KUNSTAUKTIONEN

Living - Dezember 2018
Gemälde Alter Meister – Dez 2018
Impressionisten, Gemälde 19. Jahrhundert & Moderne – Dezember 2018
Große Kunstauktion – Dez 2018
Living – September 2018
Gemälde Alter Meister – Sept 2018
Impressionisten & Moderne – September 2018
Große Kunstauktion – Sept 2018
Große Kunstauktion – Juli 2018
Living & Asiatika – Juli 2018
Gemälde Alter Meister – Juli 2018
Gemälde Alter Meister - April 2018
Die Max Liebermann Auktion
Kunstkammerobjekte
Kenzo
Dezember-Auktionen 2017
Dezember-Auktionen 2017