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Bronzen, Afrikanische Kunst, Islamische Keramik, Living & Varia

HISTORISTISCHER

HISTORISTISCHER WANDSCHRANK IN FORM Höhe: 110 cm. Breite: 42 cm. Tiefe: 24 cm. Rückwärtig mit Herstelleretikett „Gabriel Hammerl - Maria-Theresienstr. 4, Innsbruck“. Österreich, um 1890. Holz, geschnitzt, gefasst, mit Butzenscheiben in Glas versehen. Hammerl war für seine Kunstschnitzereien und Drechselarbeiten in Holz und Gemshorn bekannt, sein Schaffen stellte einen Höhepunkt im 19. Jahrhundert des Innsbrucker Kunsthandwerks dar. (12111725) (13) € 1.600 - € 1.800 INFO | BIETEN Das Golodene Dachl, Innsbruck ALESSANDRO MAGNASCO, 166 – 149 ABENDLICHE BAUMLANDSCHAFT MIT DEM HEILIGEN FRANZISKUS Öl auf Leinwand. 39 x 29,5 cm. CHRYSOSTOMUS JOHANN WINCK, 15 – 195 TOD DES HEILIGEN FRANZ XAVER Öl auf Leinwand, auf Holz. 49,5 x 36,5 cm. In freier Landschaft der unter einem Baum mit großen Blättern liegende Heilige in dunkelblauem Gewand mit geschlossenen Augen. Ein kleines Kruzifix liegt auf seiner Brust und auf seiner linken Seite ein langer Pilgerstab. Vor ihm eine hockende Frau mit dunklerem Inkarnat und goldenem Ohrring, die wohl gerade eine beige Decke über ihn gelegt hat. Die Frau könnte auf seine Missionstätigkeit in Indien hinweisen. Hinter beiden stehend ein Chinese in rötlichem Gewand und bläulichem Überwurf, mit weit ausgestreckten Armen mit seinen dunklen Augen erschrocken auf den soeben Verstorbenen herabblickend. Beschn. Anmerkung: Der Heilige Franz Xaver, mit eigentlichem Namen Francisco de Xavier (1506-1552) war einer der Wegbereiter christlicher Mission in Ostasien. Nachdem er als Missionar in Indien tätig war, wollte er als einfacher Pilger zu Fuß nach China, verstarb jedoch auf einer dem chinesischen Festland vorgelagerten Insel. (1230559) (18) € 800 - € 1.200 190 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images. INFO | BIETEN Wie so häufig in der Malerei, besonders seit dem 17. Jahrhundert, lässt sich eine landschaftliche Bilddarstellung bei genauerer Betrachtung als Schilderung eines religiösen Themas entdecken. Hier im Bild ist der Heilige Franziskus am Fuße einer Baumgruppe rechts im Bild liegend zu sehen, von zwei Engeln gestützt. Sein Blick gilt einem weiteren Engel in Gestalt eines Putto, der links oben über den Wolken mit einer Violine erscheint. Dieses Thema der Vision des Heiligen hat besonders in der Barock-Malerei reges Interesse gefunden. Die Blickbeziehung schafft eine kompositorische Diagonale, die von links oben nach rechts unten zieht. Im Gegenzug sind die Bäume im Bild nach rechts geneigt. Den dunklen Schatten des Waldes gegenüber lässt der Maler das aufleuchtende Sonnenuntergangslicht am Horizont und hell erleuchtete Wolken zur Wirkung bringen. Weit weniger auffällig erscheinen dagegen die weiteren Bilddetails, wie etwa die Burg im Hintergrund oder eine weitere Mönchsfigur in der linken Ecke. Bildaufbau, Komposition und Farbregie weisen in jedem Fall auf einen Maler von Rang, wenn nicht auf Magnasco selbst, so zumindest auf einen nahezu ebenbürtigen Werkstattmitarbeiter. Die dramatische Hell-Dunkel-Auffassung ist jedenfalls eines der charakteristischen Stilmerkmale Malers, das trotz Beeinflussung von Marco Ricci (1676/79-1729/30) und Francesco Guardi (1712-1793) zu einer ganz eigenen Bildstimmung gefunden hat. Eines der am besten vergleichbaren Werke seiner Hand ist die „Landschaft mit zwei Eremiten“ im Ashmolean-Musem Oxford, UK., mit ähnlichem Bildaufbau und nahezu identischer Farbwirkung. A. R. (1230558) (11) € 1.800 - € 2.400 INFO | BIETEN

JOHANN MICHAEL NEDER, 18 – 188 FAMILIE IN DER STUBE Öl auf Holz. 25,2 x 20 cm. Links unten signiert „Neder“, verso auf altem Aufkleber als „Skizze von Neder“ bezeichnet. In dekorativem Rahmen. Im Inneren einer bäuerlichen Stube mit kleinem Fenster eine Frau, in rotem Kleid und dunkelblauer Schürze sowie einem gebundenen, leuchtend rotem Kopftuch, bei der Arbeit an einem großen Spinnrad sitzend. Hinter ihr auf höher gelegener Ebene ein sitzender Mann an einem Tisch mit Lampe, der seinen linken Arm ausgestreckt hat und wohl an einem Faden eine Handspindel hält. Ihm gegenüber steht ein Junge, der seine Unterarme auf den Tisch abgelegt hat. An den Wänden eine alte Uhr und ein Regal mit diversen Objekten. Malerei in raschem Pinselduktus. Die Frau mit rotem Kopftuch und rot-blauem Gewand findet sich auch auf anderen Gemälden des Künstlers wieder. (1230561) (18) € 1.500 - € 2.000 INFO | BIETEN VENEZIANISCHER MEISTER DES AUSGEHENDEN 16 1 PORTRAIT DES ERZBISCHOFS FILIPPO ARCHINTO (UM 1500-1558) Öl auf Leinwand. Doubliert. 125 x 104,5 cm. Ungerahmt. Der auf einem Armlehnstuhl sitzende Erzbischof im Ornat nach rechts mit langem Bart und dunklen Augen, die aufmerksam seitlich aus dem Bild schauen. Seine Arme hat er sorgsam auf die Lehnen gelegt, an zwei Fingern seiner schmalen Hände trägt er einen wertvollen Ring und hält in seiner linken Hand zudem ein Buch. Kopie nach einem Gemälde von Tiziano Vecellio (1485/89-1576), um 1550, das sich in New York im Metropolitan Museum befindet. Besch. (1230712) (18) € 2.000 - € 4.000 INFO | BIETEN Translate all texts into your preferred language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 191

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