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Alte Meister – Teil 2

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532 ANDRIES VAN

532 ANDRIES VAN EERTVELT, 1590 ANTWERPERN 1652, ZUG. Flämischer Marinemaler, war verehelicht mit Katharina de Vlieger, einer Verwandten des gleichnamigen Malers. Van Eertvelt ging nachdem Tod seiner Frau 1627 nach Italien zu Cornelis de Wael (1592-1667) in Genua, der ihm Aufträge verschaffte. Bekannt wurde er für seine Sturmbilder, die sich heute in verschiedenen Sammlungen befinden. ANKUNFT EINER SCHIFFSFLOTTE IM HAFEN Öl auf Holz. 36 x 63 cm. Vor der Kulisse einer großen Stadt, mit zahlreichen Schiffen im Hafen, hat eine prachtvolle Fregatte am Ufer angelegt. Am rechten vorderen Bildrand scheint der Kommandant dieses Schiffes in roter Kleidung zu stehen und sein Schiff zu betrachten. Zwei weitere große Segelschiffe befinden sich noch auf der stark bewegten See. Die Stadt zeichnet sich besonders aus durch einen hohen schmalen Turm und einen weiteren alten runden Wehrturm, der von einer alten Stadtmauer teilweise umgeben ist und auf den teils das Licht der Sonne fällt. Der hohe Himmel über der Stadtkulisse noch in hellem Blau, verfärbt sich zunehmend ins Rötliche, was auf das Untergehen der Sonne hindeutet. Malerei in der typischen Manier des Künstlers. Rest. (12116535) (1) (18) € 7.000 - € 10.000 Sistrix INFO | BIETEN Bildausschnitt 78 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 5.000 additional images.

533 NIEDERLÄNDISCHER MALER DES AUSGEHENDEN 17. JAHRHUNDERTS JÜNGLING AM SCHEIDEWEG ZWISCHEN RELIGION UND VERFÜHRUNG ZUM LASTER Öl auf Leinwand. 135 x 176 cm. Das Gemälde ist schon durch seine Größe als warnende Moral-Propaganda zu sehen. Ein im Zentrum stehender Jüngling in braunem Bürgerkleid, jedoch mit rotem, die Aristokratie andeutendem Umhang, steht stellvertretend für die gesamte Gesellschaft. Links davon eine Engelsgestalt, die ihm den göttlichen Lohn der Aufnahme in den Himmel verheißt, dargestellt durch einen weiteren Engel in Wolken, der eine fromme Seele zu Gottvater führt, der in der oberen Bildmitte in Wolken mit den mahnenden Gesetzestafeln wiedergegeben ist. Die linke Bildseite zeigt unterschiedlichste Haltungen des religiösen Lebens, wie Gebet, den Memento-mori-Gedanken, ausgedrückt durch einen Schädel neben Kreuzen und Buch am Boden sowie einen Einsiedler, aber auch eine Kreuztragung mit dahinter stehender Einsiedlerklause. Rechts dagegen wird der Jüngling von einer gehörnten Teufelsgestalt an der Hand ergriffen, die ihn dem Laster zuführen will. So zeigt die rechte Seite ein vielfigürliches Treiben mit Trinkgesellschaften an gedecktem Tisch, Tanz und irdischen Freuden neben Musik sowie den Symbolen für Theater, Kartenspiel und Lustherberge. Die rechte untere Ecke diametral entgegengesetzt zum linken oberen himmlischen Bereich zeigt einen Höllenschlund, in dessen Feuer bereits einige der Verdammten gezogen werden. Die in diesem Gemälde gezeigte Verurteilung aller irdischen Freuden, zu denen auch Musik oder Liebesbegegnung gehört, wie dies in einem Paar, das sich hier die Hände mit Blüten reicht, verweist auf eine extrem puritalistische Haltung, wie sie nur in den protestantischen oder calvinistischen Gegenden der Niederlande anzutreffen war. (1211701) (130800) (11) € 4.500 - € 5.500 Sistrix INFO | BIETEN Translate all texts into your preferred language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 79

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