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Gemälde Alte Meister – Teil 2

643 TIZIANO VECELLIO,

643 TIZIANO VECELLIO, GENANNT „TIZIAN“, 1485/89 1576, NACHFOLGE DES DIE KIRSCHENMADONNA Zeichnung/ Aquarell auf Papier. Blattgröße: 16,5 x 13,5 cm. Mittig unten Datierung „1516“. In vergoldetem Rahmen. In der Mitte, die vor einer Brüstung stehende Maria in rotem Gewand und blauem Mantel. Hinter ihr hängt ein rotes Tuch, das zur Linken und Rechten den Blick auf den blauen Horizont freigibt. Auf der Brüstung selbst steht der nackte kleine Christus und reicht ihr ein paar Blumen an, hinter ihm ist Josef zu erkennen. Auf der rechten Seite, in braunem Gewand stehend, der Johannesknabe, ihr Blumen mit seiner Rechten reichend. Maria hat seine Hand mit ihren schmalen Fingern ergriffen. Auf der rechten Seite ist der Heilige Zacharias zu erkennen. Maria, Christuskind und Johannes, zwischen Tuch und Brüstung, sind zu einer Dreiecksform komponiert. Im Gegensatz zum Original von Tizian bringen die Kinder keine Kirschen, sondern Blüten und Blumen der Maria dar. Im Original blickt zudem Josef Maria mit leicht geschlossenen Augen an, während Zacharias auf den Johannesknaben herunterschaut. Malerei in zarter Farbgebung. Das Original von Tizian, das um 1516/18 datiert wird, befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien. Die kleine Darstellung ist mit einem dünnen goldenen und einem etwas breiteren, schwarz gemalten Rahmen umgeben. Außerhalb der Darstellung leicht eingerissen. (12014210) (18) € 8.000 - € 10.000 Sistrix INFO | BIETEN 644 LUCA GIORDANO, 1632/34 NEAPEL 1705 EBENDA Der vor allem für seine Fresken berühmte Maler war Sohn eines Kunsthändlers aus Apulien, der sich jedoch auch der Malerei widmete. So erhielt er seinen ersten Unterricht bei seinem Vater, während jedoch allgemein angeommen wird, dass er ein Schüler des Giuseppe José de Ribera (1588/91-1652) war. Ettliche seiner Werke lassen auch dessen Einfluss erkennen, während das enorm umfangreiche Werk Giordanos zeigt, dass er sämtliche Stilvarianten seiner Zeit beherrschte. Auch die Themenbreite in seinem Werk, in sämtlichen Bereichen der Historienmalerei, religiöse Darstellungen aber auch mythologische Szenen, zeigt Einflüsse zunächst der Caravaggisten, später aber auch der Maler Pietro da Cortona (1596-1669), Mattia Preti (1613-1699) oder Peter Paul Rubens (1577-1640). Im Bildaufbau mancher seiner Werke sind auch die venezianischen Meister wie Paolo Veronese (1528- 1588), Tiziano Vecellio (1485/89-1576) oder Domenico Robusti Tintroretto (1560-1635) spürbar. NOLI ME TANGERE Öl auf Leinwand. Altdoubliert. 130,5 x 90 cm. In profiliertem Rahmen. Anders als in flämischen Gemälden gleichen Themas dieser Zeit, wird die neutestamentliche Darstellung nicht in ein detailreiches Landschaftsbild gehüllt- der Betrachter ist direkt mit dem Geschehen konfrontiert, die Hauptfiguren scheinen zum Greifen nahe. Jesus sagt zu Maria Magdalena in Joh 20,17 „me mu háptu“, was als „Berühre mich nicht“ oder „Halt mich nicht fest“ übersetzt werden kann, wobei letztere Übersetzung als sinnvoller erscheint, da eine bloße Berührung Jesus nicht daran hindern würde, zum Vater hinaufzusteigen, es soll eher eine bestehende Handlung unterbunden werden; eine Berührung des Auferstandenen an sich scheint in der Bibel jedoch nicht tabu zu sein (ungläubiger Thomas). Maria Magdalena begegnet dem Johannes Evangelium zufolge als Erste, nämlich in der Nähe des leeren Grabes und erkennt ihn zunächst nicht, da sie ihn für den Gärtner hält. Als er sie jedoch bei ihrem Namen nennt, erkennt Maria Magdalena ihn und berührt oder hält ihn. Christus jedoch verbietet ihr diese Handlung- und genau dieser Moment ist hier dargestellt. Maria Magdalena hält noch seinen Umhang fest, während Jesus, durch eine Hacke als Gärtner ausgewiesen, mit auf Abstand ausgerichteter Geste bereits im Voranschreiten begriffen ist. Giordano versteht es geschickt, die beiden inhaltlichen Interpretationen miteinander zu verbinden. Zwar berührt Maria Magdalena Christus nicht körperlich, jedoch sein Tuch und hält dieses mit symbolträchtig überkreuzten Armen fest. Rest. Provenienz: Privatsammlung, Madrid. Literatur: Dieses Gemälde wurde publiziert von A. Pérez Sanchez unter Mas obras de Giordano en Espana, Abb. 8, als Luca Giordano. (12014218) (13) LUCA GIORDANO, 1632/34 NAPLES 1705 IBID. NOLI ME TANGERE Oil on canvas. Old relining. 130.5 x 90 cm. In profiled frame. Unlike other Flemish paintings of the same subject of the period, this New Testament depiction is not embedded in a detailed landscape painting. The viewer is confronted directly with the scene and the main protagonists are shown up-close, almost within one's reach. Restored Provenance: Private collection, Madrid. Literature: This painting was published by A. Pérez Sánchez in "Más obras de Giordano en España", ill. 8. as Luca Giordano. € 80.000 - € 120.000 Sistrix INFO | BIETEN 18 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.

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