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Gemälde Alte Meister – Teil 1

141 GIULIO CESARE

141 GIULIO CESARE PROCACCINI, 1574 BOLOGNA 1625 MAILAND, ZUG. Der Maler war Sohn des ebenfalls im Stil des Manierismus arbeitenden Ercole Procaccini d.Ä. (1515-1595) und Bruder des Camillo Procaccini (1561-1629) sowie des Carlantonio Porcaccini (um 1555-um 1605). Sein Stil zeigt sowohl den Manierismus Bolognas als auch den Kolorismus der Venezianischen Schule am Beginn der Barock-Epoche. MARIA MIT DEM KIND UND DEM HEILIGEN ANTONIUS Öl auf Leinwand. 93,5 x 78,5 cm. GIULIO CESARE PROCACCINI, 1574 BOLOGNA 1625 MILAN, ATTRIBUTED THE VIRGIN AND CHILD WITH SAINT ANTHONY Oil on canvas. 93.5 x 78.5 cm. € 60.000 - € 80.000 Sistrix INFO | BIETEN Das Gemälde, wohl als Andachtsbild oder Altarblatt geschaffen, zeigt die drei Figuren nahezu in Lebensgröße. Der Bedeutung gemäß nimmt das Jesuskind die Mitte der Komposition ein, mit einem Knie auf dem Schoß der jugendlich wiedergegebenen Maria, in aufrechter Haltung, der linke Fuß nach unten abgewinkelt. Das Kind wird von beiden Händen der Mutter gehalten, während es mit dem linken Händchen an den Gewandsaum Mariens greift, gleichzeitig mit lächelnden Augen nach rechts außen blickend. Maria hat sich in leicht vorgeneigter Haltung dem Kind zugewandt, die halbgeschlossenen Augenlider verraten den jedoch nachdenklichen Blick. Von rechts ist der jugendliche Heilige Antonius herangetreten im Klosterhabit, das hier farbkompositionsgemäß jedoch leicht ins Türkis- Grün changiert. In der linken Hand hält er ein Buch, als besonderes Merkmal ist der Haarwirbel oberhalb der Stirn zu sehen. Die Hauptfarben des Bildes werden durch die Bekleidung der Maria bestimmt, aufleuchtend das nahezu in sich durchscheinende helle Rot des Kleides, ein typisches Merkmal des Manierismus ebenso wie das leuchtende Blau im Umhang. Diesen Farben gegenüber sind die Inkarnattöne ebenso weich modelliert, wie die Konturen, die hier in einem feinen Sfumato wiedergegeben sind, was als typisches stilistisches Merkmal für den Maler gilt. Insgesamt herrscht eine erkennbare Weichheit in der Gesamtgestaltung der Figuren vor; als manieristisches Element darf hier auch die leicht gedrehte Haltung des Kindes zu nennen sein sowie die schräge Wiedergabe des Oberkörpers des Heiligen Antonius aus dem Hintergrund. Im Werk des Künstlers verbindet sich der venezianische Kolorismus mit dem Manierismus Bolognas, was auch im vorliegenden Gemälde in höchster Qualität zum Ausdruck kommt. (1240243) (3) (11) 30 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.

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