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Bibliothek aus Süddeutschem Adelsbesitz

1011 Meister von Gotha -

1011 Meister von Gotha - Stundenbuch für den Gebrauch von Rom Illustrierte Handschrift in Latein und Französisch auf Pergament, Frankreich, wohl Paris, um 1500. Text in brauner Tinte mit Überschriften in Blau, Bastar - da (gotische Kursivschrift), einspaltig zu 22 Zeilen. Blattgrösse ca. 11,8 x 18,5 cm, Textspiegel ca. 6 x 11 cm. 90 Blatt, ohne Kalender und zwei Blatt der zweiten Lage (i4; ii2(statt 4?); iii - vi8 ; vii6 ; viii - xi8 ;xii6 ). Die Ausstattung umfasst vier ganzseitige sowie 15 kleinere Miniaturmalereien. Fast alle Seiten sind reich mit Bordüren verziert, die Blumen, Früchte, Vögel und Fabeltiere enthalten. Zahleiche Initialen in Grisaille auf Goldgrund mit Pflanzenverzierungen, daneben kleinere in Gold auf blauem oder rotem Grund. Einband in grü - nem Samt mit silbernen Schließen und Eckbeschlägen. Geringe Gebrauchsspuren und Abreibungen, ansons - ten eine sehr schöne, farblich frische und breitrandige Handschrift. Genaue Textfolge auf Anfrage. Die besonders feinen Miniaturen lassen sich mit gro ßer Wahrscheinlichkeit dem Meister von Gotha zuschrei - ben, der um 1500 in Paris tätig war. Er ist nach einem Stundenbuch in der Forschungsbibliothek Gotha be - nannt, das von Ina Nettekoven aufs Genaueste beschrie - ben wurde (Das Gothaer Stundenbuch, Gotha 2007). Man weiß, dass der Meister von Gotha in Paris mit den Brüdern Hardouin und mit Eustace-Pigouchet zusam - men gearbeitet hat (vgl. 158 Stundenbücher der Samm - lung Bibermühle 1490-1550, Ramsen 2003. Nr. 68, 83 und 106). Bisher waren von dem Meister von Gotha, mit Ausnahme des in Gotha befindlichen Manuskriptes, nur gedruckte Stundenbücher bekannt. Das vorliegende Exemplar dürfte also das zweite bekannte, handgeschriebene Stundenbuch aus der Werkstatt des Meisters von Gotha sein. Charakteristisch für seinen Stil ist die Dar - stellung der Augen mit klar konturierten Lidern, gebo - genen Wimpern und hellleuchtenden Pupillen. Auch die tiefen Falten auf der Stirn älterer Männer (wie Joseph oder Petrus) sind ganz typisch. Die Ähnlichkeit zu dem Stundenbuch in Gotha ist in allen Malereien greifbar, zeigt sich aber besonders deutlich in der Pfingstszene und der Verkündigung. (790961) „Gotha Master“ - Book of hours for the use of Rome Illuminated manuscript on vellum, text in Latin and French, France, probably Paris, around 1500. 90 leaves with 19 miniatures, 4 of them full-page. There is rich evidence that the present manuscript has been written and decorated in the workshop of the “Gotha Master”, who was previously only known for his illustrations in printed books. The present manus - cript might be the second ever known, next to the book of hours preserved in Gotha. € 45.000 - € 50.000 66

Illustrationen: f. 1 Pfingsten (ganzseitig) f.10 Madonna mit dem Kind f. 12v Verkündigung (ganzseitig) f. 10 Heimsuchung f. 25v Verkündigung an die Hirten f. 28 Anbetung der Weisen f. 30v Geburt f. 33 Darbringung im Tempel f. 35 Flucht nach Ägypten f. 39v Krönung Marias f. 52v David und Goliath (ganzseitig) f. 63v Der Tod und der Jüngling (ganzseitig) f. 87v Heiliger Michael f. 88 Johannes der Täufer f. 88v Johannes der Evangelist f. 89 Petrus f. 89v Jakobus f. 90 Die Apostel f. 90v Sebastian 67

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